Fit im Büro

Wer kennt das nicht: Der Nacken schmerzt, die Augen brennen, die Finger werden langsam taub...
Wer zu lange gebannt, in gleichbleibender Haltung und mit monotonen Bewegungen von Maushand und Co. vorm Computer sitzt, riskiert die Entstehung des sogenannten RSI-Syndroms (vom englischen repetitive strain injury).
Da helfen nur regelmäßige Pausen.

Das Problem dabei kann sein, überhaupt zu bemerken, dass eine Pause nötig wäre. Zum Glück gibt es kleine Helferlein, die zuverlässig an regelmäßige Pausen erinnern.

Es gibt dafür diverse kommerzielle Programme, zwei freie kann ich allerdings aus eigener Erfahrung empfehlen:
AntiRSI (bisher nur für Mac OS verfügbar) und
Workrave (für Windows und Linux verfügbar).

Gemeinsam ist beiden Programmen, dass sie zwischen sogenannten Mikropausen und "ordentlichen" Pausen unterscheiden.
An die Mikropause wird relativ häufig erinnert, z.B. alle 10 bis 15 Minuten (in denen man ununterbrochen gearbeitet hat). Eine Mikropause dauert nur wenige Sekunden. In dieser Zeit heisst es: Finger weg von Tastatur und Maus, Augen weg vom Monitor und am besten in die Ferne schauen.
Bei AntiRSI ist es ein wenig wie bei Mikado: Wer zuerst wackelt, hat verloren. Ein Mausklick zu früh (während der Mikropause) und die Pausenzeit beginnt von vorne.

Die "großen" Pausen dauern dann z.B. 10 Minuten. Workrave regt in dieser Zeit zu Gymnastikübungen an, die durch animierte Grafiken veranschaulicht werden. Allerdings werden die Übungen auf Dauer etwas eintönig. Zumindest in der Version, die ich über längere Zeit benutzt hatte (vor ca. einem Jahr) waren nur ungefähr 6 bis 8 verschiedene Übungen enthalten.

Bei beiden Programmen lassen sich die gewünschten Pausenzeiten und die Abstände dazwischen konfigurieren.
Beide Anwendungen sind Freie Software und stehen unter der GPL.

Die Pausen kann man sinnvoll nutzen, zum Beispiel für ein paar — mehr oder weniger unauffällige, und damit zum Teil auch fürs Großraumbüro geeignete — Gymnastikübungen.