Ich habe gewonnen!
Es sah zwischendurch überhaupt nicht aus, als ob ich es schaffen würde, aber es hat geklappt und die Spannung war bis zum letzten Abend da.
Zur Erinnerung: Die Herausforderung war, im November (also an 30 Tagen) mindestens 50.000 Wörtern zu schreiben.
Etwas Statistik:
- Ich habe ingesamt 50.176 Wörter geschrieben.
- An sechs Tagen habe ich überhaupt nichts geschrieben.
- An fünf Tagen waren es unter 1.000 Wörter (teilweise deutlich darunter).
- Das maximale Schreibaufkommen an einem Tag: 5.074 Wörter.
- Ungefährer Zeitaufwand: 45 Stunden.
Und einige Erkenntnisse (nicht neu, aber nochmals in der Praxis bestätigt):
- Ich kann immer noch irgendwo Zeit abzweigen, selbst wenn ich glaube, eigentlich keine zu haben.
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Ich kann nicht davon ausgehen, dass andere alles das wissen, was ich selber weiss. Umgekehrt gilt das natürlich auch. Klar, eine Binsenweisheit, gerade für beratende Menschen, gerade wenn es um Fachwissen in einem beliebigen Gebiet geht.
Ich musste mir wirklich Mühe geben, um meine Protagonistin mit anderem Wissen auszustatten, als ich es selber habe. Mehr Wissen ist schwierig, weil ich es mir selbst aneignen musste, um glaubwürdig über bestimmte Details zu schreiben. Weniger Wissen ist schwierig, weil das, was man selber weiss, oft zu selbstverständlich in der eigenen Wahrnehmung ist.
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Das Unterbewusstsein arbeitet mit, wenn man es nur lässt.
Nachdem ich meinen "inneren Kritiker" weitestgehend zum Schweigen gebracht hatte, schrieb ich eines Tages eine Szene, über die ich vorher nie nachgedacht hatte. Während des Schreibens wunderte ich mich selbst über den plötzlich entstehenden hohen Detaillierungsgrad, denn es ging nur um eine Geschichte aus der Vergangenheit einer Randfigur.
Einige Stunden später hatte ich plötzlich eine Idee, mit der die Personen aus dieser Szene mit dem Haupthandlungsstrang des Buches verknüpft wurden. Eine interessante Wendung, die in keinster Weise "geplant" war, sondern mir wirklich "eingegeben wurde".
Insgesamt eine sehr interessante Erfahrung. Wer weiss, vielleicht werde ich zum "Wiederholungstäter" und mache im nächsten Jahr wieder mit.
Übrigens: Das Buch ist natürlich noch längst nicht fertig, niemand muss sich vor einer Veröffentlichung fürchten. ;-) Bevor ich es nicht gründlich überarbeitet habe, wird niemand es zu Gesicht bekommen...